Chronik 2022

Fertigstellung des Circus‐Busch‐Archivs
Im März 2022 wurde das große, aus dem Haushalt des Landes Berlin geförderte Projekt „Archiv des Circus Busch Berlin“ seinem erfolgreichen Abschluss zugeführt. Das schloss die Ordnung, Verzeichnung und teilweisen Digitalisierung des Circus‐Busch‐Archivs ein, einer bedeutenden Sammlung circensischer Überlieferung zum Circus Busch sowie weiteren deutschen und internationalen Zirkussen von 1890 bis 1990. Hierzu wurde mit den Partnern weiterhin eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet, namentlich mit der gemeinnützigen Werkstatt Faktura gGmbH. Die Ergebnisse dieses Großprojektes sind auf die Seiten der Deutschen Digitalen Bibliothek sichtbar und ergänzen die dort vorhandenen Fotos aus dem Holzmann‐Bildarchiv. Nach fast zwei Jahren Bearbeitungszeit fand der Bildbestand des Circus‐Busch‐Archivs seinen Weg in das World Wide Web – mit einem zaghaften Blick in die Zukunft der Digitalisierung und virtuellen Entwicklungen vielleicht nur eine weitere Zwischenstation für diesen Sammlungsteil aus dem Nachlass des Pfarrers und Zirkusenthusiasten Martin Schaaff (1910‐2015).
Bestand der Berliner Börse AG
Mit 120 Laufmetern bilden die Akten des historischen Archivs der Berliner Börse AG den zweitumfangreichsten Bestand des Wirtschaftsarchivs. Sie enthalten Informationen über alle börsennotierten Berliner Unternehmen (überwiegend ab 1952), hierbei vor allem Unterlagen zur Börsenzulassung, weiterhin Protokolle und Korrespondenzen, Satzungen, Geschäftsberichte, Aktionärsbriefe, Börsenordnungen u.a. Im März 2022 begannen die Erschließungsarbeiten, bis zum Jahresende wurden 52 lfm Schriftgut, ca. 940 Akten (= 1.480 Datensätze) erschlossen. Zwischenstände wurden in finbuch. net hochgeladen, sodass der Bestand sukzessive online recherchierbar ist.
BBWA‐Bildarchive in der Digitalen Deutschen Bibliothek
Das BBWA präsentiert das Philipp Holzmann Bildarchiv und den Bildbestand zum Circus Busch auf der öffentlichen Plattform der DDB. Über 80.000 Treffer erscheinen unterdessen bei der Eingabe „Berlin Brandenburgisches Wirtschaftsarchiv“. Das entspricht einem Umfang von etwa 400.000 Fotos, auf die der Nutzer zugreifen kann. Damit liegt das BBWA auf Platz 4 der deutschen Archive – nach dem Bundesarchiv, den Archiven NRW und dem Landesarchiv Nordrhein‐Westfalen.
Das BBWA im Fernsehen
Für die ZDF‐Fernsehdokumentation „Die Macht der Superreichen: Die Flicks“ konnte das Wirtschaftsarchiv nicht nur Fotos aus dem Forschungsarchiv Flick zur Verfügung stellen, sondern wurde auch selbst in Szene gesetzt. Die Interviews des Wirtschaftshistorikers Prof. Dr. Tim Schanetzky (Bayreuth) wurden im Wirtschaftsarchiv gefilmt, just neben dem Forschungsarchiv Flick, das 2004 bis 2008 an der Friedrich‐Schiller‐Universität Jena begleitend zum „Flick‐Projekt“ aufgebaut wurde und der Forschung nun im BBWA zur Verfügung steht. In diesem Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Norbert Frei erstellten vier Historiker – darunter Prof. Schanetzky – die Studie „Flick: Der Konzern, die Familie, die Macht“. Die Dokumentation ist bis zum 10.09.2024 in der ZDF‐Mediathek.
